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Herzlich willkommen beim Arbeitskreis Asyl Ditzingen ....

Grundlagen der Arbeit des AK Asyl Ditzingen

Präambel

Im Arbeitskreis Asyl Ditzingen - im folgenden „AK“ genannt – können alle Menschen mitarbeiten, die das Ziel, die Grundsätze und die Organisationsform des AK akzeptieren.

1. Grundsätze und Zielsetzung

Der AK organisiert und koordiniert bürgerschaftliches Engagement für die in Ditzingen lebenden Flüchtlinge mit einer religiös und parteipolitisch neutralen Haltung, ohne Ansehen der Person, der kulturellen Herkunft, des Geschlechts, der ethnischen, religiösen oder sozialen Zugehörigkeiten der hilfesuchenden Personen und ihrer individuellen Fluchtursachen.
Der AK versteht sich als eine Gemeinschaft, die Flüchtlingen in allen Aspekten ihres neuen Lebens Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe anbietet mit dem Ziel, dass sie baldmöglichst selbstbestimmt und eigenverantwortlich an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens partizipieren können. Dazu tritt er bei den zuständigen Behörden als ihr Fürsprecher ein und bietet ihnen dort Hilfe und Unterstützung, wo staatliche Stellen diese nicht oder nicht ausreichend oder rechtzeitig abdecken.
Der AK achtet auf den Schutz der Privatsphäre aller Flüchtlinge auch im Hinblick auf traumatische Erlebnisse in ihrem Heimatland oder auf ihrer Flucht.
Der AK unterstützt auch rückkehrwillige Flüchtlinge und setzt sich für deren Unterstützung durch weitere Stellen ein.
Der AK setzt sich auch für die Förderung des Verständnisses für Flüchtlinge in der Öffentlichkeit ein.
Der AK bekennt sich zu den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Werten.

Unterstützt und gefördert durch

Logo Aktion Mensch das Projekt wird gefoerdert vonMinisterium für Soziales und Integration
des Landes Baden-Württemberg

 

Die Arbeit des AK Asyl Ditzingen wird durch „Bosch hilft/Primavera e.V.-Aktion für Flüchtlinge“ unterstützt und gefördert

 

 

„Ankommen und dann“ – wieder eine beeindruckende Zeit von und mit mutigen Menschen

IMG 2548 web 1Am 19.10. war zum zweiten Mal das DialogTheater e.V. Stuttgart im Gemeindesaal in Ditzingen zu Gast. Nachdem bei der ersten Aufführung im März der Schwerpunkt Flüchten & Ankommen im Mittelpunkt stand, widmeten sich Geflüchtete aus unserer Region nun der Frage: „Und dann….?“ Wieder standen Menschen aus unterschiedlichen Krisenregionen der Welt auf der Bühne und gewährten einen Einblick in ihr Leben. Was kommt nach der Flucht? Der Alltag ist geprägt von Wohnungssuche, Sprachkurs, Jobsuche und dem Versuch, Kontakte zu knüpfen und ein Teil der Gemeinschaft zu werden. Nicht immer gelingt das, wie die Geschichte eines jungen Mannes, der es nicht geschafft hat und aus dem Leben geschieden ist, verdeutlicht.
Nach der Aufführung nutzten viele der 120 Besucher die Gelegenheit, mit dem Regisseur, den Schauspielern und mit den Geflüchteten ins Gespräch zu kommen.
Es war bewegend und allen wurde erneut bewusst, wie wichtig Frieden und Freiheit für unser Zusammenleben sind. Unsere Grundrechte leben und Menschlichkeit praktizieren – das ist unser aller Aufgabe.

Die Mitglieder des Ditzinger Arbeitskreises Asyl bedanken sich sehr herzlich bei der Theatergruppe um Herrn Müller, dem Regisseur des DialogTheater e.V., für die Grußworte von Herrn Oberbürgermeister Makurath und Herrn Pfarrer Plieninger, der evangelischen Gemeinde, die den Gemeindesaal für die Aufführung zur Verfügung gestellt hat und bei allen Helferinnen und Helfern. Wir hoffen, dass die vielen Gäste etwas für sich in den Alltag mitnehmen können.

Ingrid Hermens, Arbeitskreis Asyl Ditzingen

AK Asyl Ditzingen Mitgliederversammlung 2018

Bild Mitgliederversammlung 2018Am 10.4.2018 trafen sich Ehrenamtliche des AK Asyl Ditzingen im evangelischen Gemeindehaus zur jährlichen Mitgliederversammlung. Im Mittelpunkt standen ein Rückblick auf die vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres und ein Ausblick auf die geplanten Aktivitäten, sowie der Rechenschaftsbericht.

Die Versammlung bestätigte die neu berufenen Ansprechpartner einiger Gruppen: Gisela Hänzka – Welcome Cafe, Monika Zini – Alltagsbegleitung, Herbert Kühn – Lernbegleitung, Traugott Plieninger – Soziale Teilhabe. Zur Vorsitzenden wurde Ingrid Hermens gewählt, zum Stellvertreter Herbert Kühn. Zum Abschluss blieb noch ausreichend Zeit zum Austausch über unsere Erfahrungen und Eindrücke aus dem Engagement.

Wir bedanken uns auch auf diesem Wege bei allen aktiven und ausgeschiedenen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz.
Wenn Sie Interesse und Lust haben, sich gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Geflüchteten für deren Belange zu engagieren, würden wir uns freuen. Näheres erfahren Sie auf unserer Homepage www.ak-asyl-ditzingen.de. Zu Terminvereinbarungen für persönliche Gesprächen melden Sie sich bitte per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. IH

„Flüchten und ankommen“ – eine bedrückend beeindruckende Stunde von und mit mutigen Menschen


Bild TheaterveranstaltungAm 16.3. zeigten in der Region Stuttgart lebende Geflüchtete unter Anleitung und Mitwirkung von DialogTheater e.V. Szenen aus ihrem Leben in der Heimat, auf der Flucht und in Deutschland. Menschen aus allen Krisenregionen standen auf der Bühne – Palästina, Syrien, Afghanistan, … Nicht Sprache und Kultur, sondern das gleiche Schicksal führte sie zusammen.


„Tanzen wir – das lässt vergessen!“ So beginnt die Aufführung. Aber Repressalien und Übergriffe durch Polizei und Militär lassen sich nicht verdrängen. Unrecht, Verhaftungen, Gefängnis, Folter – das ist kein Leben mehr. Da ist keine Zukunft. Flüchten braucht viel Mut, doch die Kinder sollen eine Zukunft haben. Deutschland soll sehr schön sein. Dort ist es sicher! Dort kann man gut leben! Aber der Weg ist gezeichnet von Gefahren und Entbehrungen und von Schleppern, die Geld erpressen für eine lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Hilf-loses Warten in türkischen oder griechischen Flüchtlingscamps, hoffen auf Politiker, die nicht nur von Menschenrechten reden.
Angekommen – Deutschland ist schön, so schön. Freiheit, leben ohne Angst! Alle Menschen sind hier gleich! Aber warum werden wir so misstrauisch gemustert, finden keine Wohnung, keine Arbeit? Warum werden wir so oft von der Polizei kontrolliert? Ist „orientalisches Aussehen“ ein Makel? Dennoch zeigen die Geflüchteten, dass sie in der deutschen Gesellschaft ankommen wollen, dass sie verantwortungsbewusste Mitglieder dieser Gesellschaft werden möchten. „Tanzen wir – das lässt vergessen!“
Nein, diese Laienschauspieler/innen wollen nicht vergessen, sondern zeigen, welche Leiden sie geprägt haben. Dazu gehört Mut. Aber die schlimmsten Erfahrungen verschweigen sie auf der Bühne. Nur im privaten Gespräch nach der Aufführung ist z.B. zu erfahren, wie ein Elternpaar mit seinen Kindern im volllaufenden Flüchtlingsboot beschließt, gemeinsam zu ertrinken, wenn es schon keine gemeinsame Zukunft gibt. Kurz bevor sie eine weitere kleine Meldung deutscher Medien über Ertrunkene im Mittelmeer wurden, zeigte sich Rettung am Horizont.
Alle im Saal sind tief beeindruckt. Die Ältesten erinnern sich an Erlebnisse ihrer Kindheit, als in Deutschland Menschenrechte durch Diktatur und Terror niedergetreten wurden. Und auch den Jüngeren wird deutlich bewusst, dass Frieden, Freiheit und Rechtsstaat nicht selbstverständlich sind.


Die Mitglieder des Ditzinger Arbeitskreises Asyl bedanken sich ausdrücklich bei der Theatergruppe, bei Herrn Müller von DialogTheater e.V., bei Herrn Dekan Zimmermann, der den evangelischen Gemeindesaal für die Aufführung zu Verfügung gestellt hatte, und bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Kommen und die mitfühlende Unterstützung.

Herbert Kühn, Arbeitskreis Asyl Ditzingen