Ditzingen Dreigiebelhaus 800x100

Herzlich willkommen beim Arbeitskreis Asyl Ditzingen ....

Grundlagen der Arbeit des AK Asyl Ditzingen

Präambel

Im Arbeitskreis Asyl Ditzingen - im folgenden „AK“ genannt – können alle Menschen mitarbeiten, die das Ziel, die Grundsätze und die Organisationsform des AK akzeptieren.

1. Grundsätze und Zielsetzung

Der AK organisiert und koordiniert bürgerschaftliches Engagement für die in Ditzingen lebenden Flüchtlinge mit einer religiös und parteipolitisch neutralen Haltung, ohne Ansehen der Person, der kulturellen Herkunft, des Geschlechts, der ethnischen, religiösen oder sozialen Zugehörigkeiten der hilfesuchenden Personen und ihrer individuellen Fluchtursachen.
Der AK versteht sich als eine Gemeinschaft, die Flüchtlingen in allen Aspekten ihres neuen Lebens Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe anbietet mit dem Ziel, dass sie baldmöglichst selbstbestimmt und eigenverantwortlich an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens partizipieren können. Dazu tritt er bei den zuständigen Behörden als ihr Fürsprecher ein und bietet ihnen dort Hilfe und Unterstützung, wo staatliche Stellen diese nicht oder nicht ausreichend oder rechtzeitig abdecken.
Der AK achtet auf den Schutz der Privatsphäre aller Flüchtlinge auch im Hinblick auf traumatische Erlebnisse in ihrem Heimatland oder auf ihrer Flucht.
Der AK unterstützt auch rückkehrwillige Flüchtlinge und setzt sich für deren Unterstützung durch weitere Stellen ein.
Der AK setzt sich auch für die Förderung des Verständnisses für Flüchtlinge in der Öffentlichkeit ein.
Der AK bekennt sich zu den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Werten.

Unterstützt und gefördert durch

Logo Aktion Mensch das Projekt wird gefoerdert vonMinisterium für Soziales und Integration
des Landes Baden-Württemberg

 

Die Arbeit des AK Asyl Ditzingen wird durch „Bosch hilft/Primavera e.V.-Aktion für Flüchtlinge“ unterstützt und gefördert

 

 

Begegnungsfest des AK Asyl Ditzingen mit unseren geflüchteten Neubürgern

Begegnungsfest Bild1Am 28. Oktober 2017 veranstaltete der AK Asyl Ditzingen im Evangelischen Gemeindehaus von Ditzingen ein Be-gegnungsfest mit etwa 120 geflüchteten Neubürgern und ehrenamtlichen Helfern. Menschen von sehr unterschiedlicher Herkunft und Prägung feierten gemeinsam ein fröhliches und friedliches Fest.
Dabei war der Arbeitskreis von dem Gedanken geleitet, dass ein Stück Heimat und Geborgenheit entsteht, wo Menschen zu einem gemeinsamen Essen zusammen kommen. Er griff damit eine Tradition der Heimatländer und Gesellschaften unserer Geflüchteten auf, in denen gemeinsames Essen ein zentrales und verbindendes Element darstellt, das Freundschaft stiftet und das gegenseitige Vertrauen stärkt.

Begegnungsfest Bild2Unsere Geflüchteten zauberten ein großartiges Buffet herbei mit vielen orientalischen Spezialitäten und kulinarischen Köstlichkeiten aus ihren Heimatländern. Es zeigte sich, wie ein großzügiges Bewirten von Freunden nicht nur Gaumenfreuden wecken, sondern auch die Herzen der Menschen öffnen kann.
Die zahlreichen Kinder konnten sich unter fachkundiger An-leitung schminken lassen, Bilder malen, sich bei Spielen aller Art vergnügen oder im separaten Vorleseraum spannenden Geschichten lauschen.
Das Fest sollte auch ein kleines Zeichen setzten gegen den wachsenden Nationalismus überall in der Welt, der vor allem Ängste vor fremden Menschen und Kulturen verbreiten will. Dieses Fest war ein Beleg dafür, wie das gegenseitige Ken-nenlernen anderer Menschen und Kulturen den eigenen Horizont erweitern, unsere Gesellschaft liebenswerter machen und unser Leben bereichern kann.
Dass die Integration unserer Geflüchteten gelingen kann und es sich bei ihnen um liebenswerte und sympathische Neubürger handelt, zeigten ihre zahlreichen und berührenden Dankesworte in deutscher Sprache für die erfahrene Hilfe und Unterstützung durch die Helfer des Arbeitskreises.

Begegnungsfest Bild3In einer Zeit, in der jeden Monat etwa 35 neue Flüchtlinge nach Ditzingen kommen, sind intensive Anstrengungen um eine gelingende Integration nötig. Dies stellt die Stadt und ihre hauptamtlichen Sozialarbeiter vor große Herausforderungen. Aber auch nicht weniger die ehrenamtlichen Helfer des Arbeitskreises, die sich seit 2015 engagieren, um den Neubürgern unserer Stadt ein freundliches Gesicht von Deutschland zu vermitteln. Die Bewältigung dieser Herausforderung kann nur gelingen, wenn sie von allen gesellschaftlichen Kräften unserer Stadt als eine gemeinsame Aufgabe erkannt wird. Deshalb freut sich der Arbeitskreis besonders, dass neulich alle Fraktionen des Gemeinderats die Initiative zur Erweiterung des Familienpasses für Geflüchteten in einem einstimmigen Votum unterstützt haben.
Herr OB Makurath beehrte unser Fest mit seinen Besuch und überbrachte in einem Grußwort den Dank und die Anerkennung der Stadt für die vom Arbeitskreis geleistete Hilfe. Angesichts der derzeit großen Zahl von Zuweisungen neuer Geflüchteter bemühe sich die Stadt nach Kräften, die Menschen gut unterzubringen. Er bat aber auch um Verständnis, dass nicht immer optimale Lösungen zur Verfügung gestellt werden könnten.
Ein großer Dank gebührt Herrn Dekan Zimmermann und der Evangelischen Kirchengemeinde Ditzingens, die dem Arbeitskreis für dieses Fest ihr Gemeindehaus zur Verfügung gestellt haben. Ein Dank gilt auch den fleißigen Schülerinnen und Schülern, die uns bei der Kinderbetreuung und Bewirtung geholfen haben. Ein herzliches Dankeschön richten möchten wir auch an Herrn Matkovic vom Edeka-Center für seine großzügige Spende an Getränken und Süßigkeiten und der Gärtnerei Räuchle für den üppigen Blumenschmuck.

 

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Welcome Café im Mai mit vielen herzlichen Begegnungen und nützlichen Gesprächen

Am ersten Freitagnachmittag im Mai hatte der Arbeitskreis Asyl Ditzingen zu seinem Welcome Café im Treffpunkt Adler geladen. Gekommen waren wieder viele Flüchtlingsfamilien zum Austausch bei Kaffee und Kuchen, Saft und Laugenbrezeln. Hier konnten Alltagssorgen und Trauer um die verlorene Heimat für ein paar Stunden ein wenig in den Hintergrund rücken. Kinder konnten sich an einem Spieltisch vergnügen. Dabei war auch eine neu in Ditzingen angekommene Flüchtlingsfamilie, die von unseren ehrenamtlichen Helfern herzlich begrüßt und erste wichtige Informationen und Unterstützungsangebote zum Alltagsleben erhielten.

Inzwischen bringen sich immer mehr der geflüchteten Neubürger selbst aktiv in die Flüchtlingshilfe ein. So beschenkte eine Frau aus dem Irak das Welcome Café mit selbstgebackenem leckerem Kuchen und köstlichem Gebäck (siehe Foto).

Ein junger Syrer, der bereits sehr gute Deutschkenntnisse erworben hat und hier in Kürze sein Studium der Betriebswirtschaft fortsetzen möchte, verabredete sich im Welcome Café mit einem Lehrer der Theodor-Heuglin-Schule, um über ein Unterstützungsprojekt von Schülern mit Migrationshintergrund zu beraten. Hintergrund ist ein immer prekärer werdender Lehrermangel in den eigens für Flüchtlingskinder eingerichteten Vorbereitungsklassen, die sie auf den Wechsel in den Regelunterricht vorbereiten soll. Aber fehlende Lehrer und dadurch immer größer werdende Klassen erzwingen diese Wechsel oft viel zu früh und können bei den betroffenen Flüchtlingskindern aufgrund noch unzureichender Sprachkenntnisse zu Überforderung und Frustration führen.

Ein herzlicher Dank gilt erneut der Bäckerei Diefenbach, die uns wieder großzügig Brezeln gespendet hat.

In unserer so reichen deutschen Gesellschaft aber führt ein nachlassendes Mitgefühl zu schwindender Hilfsbereitschaft. Wir scheinen vergessen zu haben, dass Menschen in der gesamten Menschheitsgeschichte gewandert sind, um anderswo einer Not zu entkommen und ihr Überleben zu sichern. Schon die Bibel erzählt sehr viele Flucht- und Asylgeschichten, die nicht nur Christen berühren dürften. Speziell uns Europäern müsste dieses Elend nahegehen. Denn unsere koloniale und imperialistische Vergangenheit mit rassistischen Verfolgungen, Holocaust oder zwei von Deutschland ausgegangenen Weltkriegen haben Millionen von Mitbürgern in ferne Länder vetrieben. Außerdem werden wohl viele von uns ihr Leben dem Umstand verdanken, dass ihre Vorfahren irgendwann in einer neuen Heimat Aufnahme gefunden haben. - wogae

14-tägige Sprechstunde zum Thema Arbeit & Beschäftigung

Hilfe bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsstellen

Arbeit und BeschaeftigungAm Dienstag, 14.3.2017 hat sich die Arbeitsgruppe Arbeit & Beschäftigung des AK Asyl Ditzingen zu Ihrer regelmäßigen Teambesprechung unter Leitung von Dr. Reiner Schütz getroffen. Er führt diese Gruppe schon seit nahezu 2 Jahren mit großer Expertise durch die vielen Untiefen des deutschen Arbeitsrechts für Migranten und begleitet zusammen mit seinem Team mit viel Geduld und Ausdauer Geflüchtete auf dem Weg in eine Ausbildung oder reguläre Beschäftigung.
Die Arbeitsgruppe unterstützt auch insbesondere kleinere Firmen bei der Anstellung von Geflüchteten und hilft ihnen durch das Dickicht von zu erledigenden Formalitäten hindurch.
Wenn Geflüchtete noch keine Arbeitserlaubnis oder nur geringe Sprachkenntnisse besitzen, so können sie in Arbeitsgelegenheiten vermittelt werden. Gegen ein Taschengeld können sie dort erste Arbeitserfahrungen in unterschiedlichsten Tätigkeiten sammeln und im Kontakt mit deutschsprachigen Kollegen ihre Sprachkenntnisse für den Alltagsgebrauch erweitern.
Spätestens wenn eine Arbeitserlaubnis vorliegt heißt es, einen Lebenslauf zu verfassen, der neben den persönlichen Daten alle wichtigen Informationen zur beruflichen Qualifikation enthalten sollte. Das Bewerbungsschreiben sollte die persönliche Motivation zu einer Bewerbung und besondere fachliche und soziale Fähigkeiten so präsentieren, dass sie das Interesse des potentiellen Arbeitgebers wecken.
Dabei hilft das Team den Geflüchteten mit Rat und Tat und achtet mit darauf, dass in den Dokumenten keine wichtigen Daten fehlen. Genauso wichtig ist, dass die Schreiben frei von Rechtschreibfehlern und auf einem sauberen und knitterfreien Blatt Papier abgefasst sind.
Am vergangenen Dienstag meldete sich beispielsweise ein Geflüchteter, der in seinem Heimatland bereits auf dem Bau gearbeitet hat und nun eine Stelle in diesem Bereich sucht. Hier bekam er den Rat, sich zuerst im Jobcenter als Arbeitsuchender registrieren zu lassen und einen Beratungs- und Vermittlungstermin zu vereinbaren. Für die Begleitung zum Amt stellt sich eine Begleitperson aus dem Team zur Verfügung.
Ein anderer Neumitbürger berichte, dass er in seinem Heimatland ein BWL-Studium absolviert hatte und danach dort im Bankenwesen tätig war. Nun möchte er seine Ausbildung mit einem Masterstudiengang abschließen. Zurzeit verdiene er seinen Lebensunterhalt mit einer Vollzeitstelle in einem Logistikzentrum. Hier bekam er wertvolle Tipps für die Suche einer geeigneten Praktikumsstelle, um die für ihn passende Fachrichtung seines Aufbaustudiums herauszufinden und sich bestmöglich darauf vorzubereiten.
In manchen Fällen musste die Arbeitsgruppe allerdings auch helfen, die Wünsche und Hoffnungen der Geflüchteten mit ihren reellen Chancen und Möglichkeiten in Einklang zu bringen. So können beispielsweise noch unzureichende Sprachkenntnisse auch manchmal Umwege und Durststrecken notwendig machen.
Die letzten Treffen der Arbeitsgruppe haben gezeigt, dass unter den Geflüchteten sowohl der Wunsch nach Arbeit als auch der Unterstützungsbedarf auf dem Weg dorthin enorm ist. Deshalb hat sich die Arbeitsgruppe entschieden, ab sofort jeden 2. und 4. Dienstag im Monat im Büro des AK Asyl Ditzingen in der Gerlingerstraße 35 jeweils ab 19 Uhr Sprechstunden für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung und Beschäftigung abzuhalten. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Unterstützung ist es erwünscht, dass sich die Geflüchteten frühzeitig unter folgender E-Mailadresse zur Beratung anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. - wogae