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Herzlich willkommen beim Arbeitskreis Asyl Ditzingen ....

Grundlagen der Arbeit des AK Asyl Ditzingen

Präambel

Im Arbeitskreis Asyl Ditzingen - im folgenden „AK“ genannt – können alle Menschen mitarbeiten, die das Ziel, die Grundsätze und die Organisationsform des AK akzeptieren.

1. Grundsätze und Zielsetzung

Der AK organisiert und koordiniert bürgerschaftliches Engagement für die in Ditzingen lebenden Flüchtlinge mit einer religiös und parteipolitisch neutralen Haltung, ohne Ansehen der Person, der kulturellen Herkunft, des Geschlechts, der ethnischen, religiösen oder sozialen Zugehörigkeiten der hilfesuchenden Personen und ihrer individuellen Fluchtursachen.
Der AK versteht sich als eine Gemeinschaft, die Flüchtlingen in allen Aspekten ihres neuen Lebens Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe anbietet mit dem Ziel, dass sie baldmöglichst selbstbestimmt und eigenverantwortlich an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens partizipieren können. Dazu tritt er bei den zuständigen Behörden als ihr Fürsprecher ein und bietet ihnen dort Hilfe und Unterstützung, wo staatliche Stellen diese nicht oder nicht ausreichend oder rechtzeitig abdecken.
Der AK achtet auf den Schutz der Privatsphäre aller Flüchtlinge auch im Hinblick auf traumatische Erlebnisse in ihrem Heimatland oder auf ihrer Flucht.
Der AK unterstützt auch rückkehrwillige Flüchtlinge und setzt sich für deren Unterstützung durch weitere Stellen ein.
Der AK setzt sich auch für die Förderung des Verständnisses für Flüchtlinge in der Öffentlichkeit ein.
Der AK bekennt sich zu den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Werten.

Unterstützt und gefördert durch

Logo Aktion Mensch das Projekt wird gefoerdert vonMinisterium für Soziales und Integration
des Landes Baden-Württemberg

 

Die Arbeit des AK Asyl Ditzingen wird durch „Bosch hilft/Primavera e.V.-Aktion für Flüchtlinge“ unterstützt und gefördert

 

 

AK Asyl Ditzingen Mitgliederversammlung 2018

Bild Mitgliederversammlung 2018Am 10.4.2018 trafen sich Ehrenamtliche des AK Asyl Ditzingen im evangelischen Gemeindehaus zur jährlichen Mitgliederversammlung. Im Mittelpunkt standen ein Rückblick auf die vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres und ein Ausblick auf die geplanten Aktivitäten, sowie der Rechenschaftsbericht.

Die Versammlung bestätigte die neu berufenen Ansprechpartner einiger Gruppen: Gisela Hänzka – Welcome Cafe, Monika Zini – Alltagsbegleitung, Herbert Kühn – Lernbegleitung, Traugott Plieninger – Soziale Teilhabe. Zur Vorsitzenden wurde Ingrid Hermens gewählt, zum Stellvertreter Herbert Kühn. Zum Abschluss blieb noch ausreichend Zeit zum Austausch über unsere Erfahrungen und Eindrücke aus dem Engagement.

Wir bedanken uns auch auf diesem Wege bei allen aktiven und ausgeschiedenen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz.
Wenn Sie Interesse und Lust haben, sich gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Geflüchteten für deren Belange zu engagieren, würden wir uns freuen. Näheres erfahren Sie auf unserer Homepage www.ak-asyl-ditzingen.de. Zu Terminvereinbarungen für persönliche Gesprächen melden Sie sich bitte per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. IH

„Flüchten und ankommen“ – eine bedrückend beeindruckende Stunde von und mit mutigen Menschen


Bild TheaterveranstaltungAm 16.3. zeigten in der Region Stuttgart lebende Geflüchtete unter Anleitung und Mitwirkung von DialogTheater e.V. Szenen aus ihrem Leben in der Heimat, auf der Flucht und in Deutschland. Menschen aus allen Krisenregionen standen auf der Bühne – Palästina, Syrien, Afghanistan, … Nicht Sprache und Kultur, sondern das gleiche Schicksal führte sie zusammen.


„Tanzen wir – das lässt vergessen!“ So beginnt die Aufführung. Aber Repressalien und Übergriffe durch Polizei und Militär lassen sich nicht verdrängen. Unrecht, Verhaftungen, Gefängnis, Folter – das ist kein Leben mehr. Da ist keine Zukunft. Flüchten braucht viel Mut, doch die Kinder sollen eine Zukunft haben. Deutschland soll sehr schön sein. Dort ist es sicher! Dort kann man gut leben! Aber der Weg ist gezeichnet von Gefahren und Entbehrungen und von Schleppern, die Geld erpressen für eine lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Hilf-loses Warten in türkischen oder griechischen Flüchtlingscamps, hoffen auf Politiker, die nicht nur von Menschenrechten reden.
Angekommen – Deutschland ist schön, so schön. Freiheit, leben ohne Angst! Alle Menschen sind hier gleich! Aber warum werden wir so misstrauisch gemustert, finden keine Wohnung, keine Arbeit? Warum werden wir so oft von der Polizei kontrolliert? Ist „orientalisches Aussehen“ ein Makel? Dennoch zeigen die Geflüchteten, dass sie in der deutschen Gesellschaft ankommen wollen, dass sie verantwortungsbewusste Mitglieder dieser Gesellschaft werden möchten. „Tanzen wir – das lässt vergessen!“
Nein, diese Laienschauspieler/innen wollen nicht vergessen, sondern zeigen, welche Leiden sie geprägt haben. Dazu gehört Mut. Aber die schlimmsten Erfahrungen verschweigen sie auf der Bühne. Nur im privaten Gespräch nach der Aufführung ist z.B. zu erfahren, wie ein Elternpaar mit seinen Kindern im volllaufenden Flüchtlingsboot beschließt, gemeinsam zu ertrinken, wenn es schon keine gemeinsame Zukunft gibt. Kurz bevor sie eine weitere kleine Meldung deutscher Medien über Ertrunkene im Mittelmeer wurden, zeigte sich Rettung am Horizont.
Alle im Saal sind tief beeindruckt. Die Ältesten erinnern sich an Erlebnisse ihrer Kindheit, als in Deutschland Menschenrechte durch Diktatur und Terror niedergetreten wurden. Und auch den Jüngeren wird deutlich bewusst, dass Frieden, Freiheit und Rechtsstaat nicht selbstverständlich sind.


Die Mitglieder des Ditzinger Arbeitskreises Asyl bedanken sich ausdrücklich bei der Theatergruppe, bei Herrn Müller von DialogTheater e.V., bei Herrn Dekan Zimmermann, der den evangelischen Gemeindesaal für die Aufführung zu Verfügung gestellt hatte, und bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Kommen und die mitfühlende Unterstützung.

Herbert Kühn, Arbeitskreis Asyl Ditzingen

Begegnungsfest des AK Asyl Ditzingen mit unseren geflüchteten Neubürgern

Begegnungsfest Bild1Am 28. Oktober 2017 veranstaltete der AK Asyl Ditzingen im Evangelischen Gemeindehaus von Ditzingen ein Be-gegnungsfest mit etwa 120 geflüchteten Neubürgern und ehrenamtlichen Helfern. Menschen von sehr unterschiedlicher Herkunft und Prägung feierten gemeinsam ein fröhliches und friedliches Fest.
Dabei war der Arbeitskreis von dem Gedanken geleitet, dass ein Stück Heimat und Geborgenheit entsteht, wo Menschen zu einem gemeinsamen Essen zusammen kommen. Er griff damit eine Tradition der Heimatländer und Gesellschaften unserer Geflüchteten auf, in denen gemeinsames Essen ein zentrales und verbindendes Element darstellt, das Freundschaft stiftet und das gegenseitige Vertrauen stärkt.

Begegnungsfest Bild2Unsere Geflüchteten zauberten ein großartiges Buffet herbei mit vielen orientalischen Spezialitäten und kulinarischen Köstlichkeiten aus ihren Heimatländern. Es zeigte sich, wie ein großzügiges Bewirten von Freunden nicht nur Gaumenfreuden wecken, sondern auch die Herzen der Menschen öffnen kann.
Die zahlreichen Kinder konnten sich unter fachkundiger An-leitung schminken lassen, Bilder malen, sich bei Spielen aller Art vergnügen oder im separaten Vorleseraum spannenden Geschichten lauschen.
Das Fest sollte auch ein kleines Zeichen setzten gegen den wachsenden Nationalismus überall in der Welt, der vor allem Ängste vor fremden Menschen und Kulturen verbreiten will. Dieses Fest war ein Beleg dafür, wie das gegenseitige Ken-nenlernen anderer Menschen und Kulturen den eigenen Horizont erweitern, unsere Gesellschaft liebenswerter machen und unser Leben bereichern kann.
Dass die Integration unserer Geflüchteten gelingen kann und es sich bei ihnen um liebenswerte und sympathische Neubürger handelt, zeigten ihre zahlreichen und berührenden Dankesworte in deutscher Sprache für die erfahrene Hilfe und Unterstützung durch die Helfer des Arbeitskreises.

Begegnungsfest Bild3In einer Zeit, in der jeden Monat etwa 35 neue Flüchtlinge nach Ditzingen kommen, sind intensive Anstrengungen um eine gelingende Integration nötig. Dies stellt die Stadt und ihre hauptamtlichen Sozialarbeiter vor große Herausforderungen. Aber auch nicht weniger die ehrenamtlichen Helfer des Arbeitskreises, die sich seit 2015 engagieren, um den Neubürgern unserer Stadt ein freundliches Gesicht von Deutschland zu vermitteln. Die Bewältigung dieser Herausforderung kann nur gelingen, wenn sie von allen gesellschaftlichen Kräften unserer Stadt als eine gemeinsame Aufgabe erkannt wird. Deshalb freut sich der Arbeitskreis besonders, dass neulich alle Fraktionen des Gemeinderats die Initiative zur Erweiterung des Familienpasses für Geflüchteten in einem einstimmigen Votum unterstützt haben.
Herr OB Makurath beehrte unser Fest mit seinen Besuch und überbrachte in einem Grußwort den Dank und die Anerkennung der Stadt für die vom Arbeitskreis geleistete Hilfe. Angesichts der derzeit großen Zahl von Zuweisungen neuer Geflüchteter bemühe sich die Stadt nach Kräften, die Menschen gut unterzubringen. Er bat aber auch um Verständnis, dass nicht immer optimale Lösungen zur Verfügung gestellt werden könnten.
Ein großer Dank gebührt Herrn Dekan Zimmermann und der Evangelischen Kirchengemeinde Ditzingens, die dem Arbeitskreis für dieses Fest ihr Gemeindehaus zur Verfügung gestellt haben. Ein Dank gilt auch den fleißigen Schülerinnen und Schülern, die uns bei der Kinderbetreuung und Bewirtung geholfen haben. Ein herzliches Dankeschön richten möchten wir auch an Herrn Matkovic vom Edeka-Center für seine großzügige Spende an Getränken und Süßigkeiten und der Gärtnerei Räuchle für den üppigen Blumenschmuck.