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Herzlich willkommen beim Arbeitskreis Asyl Ditzingen ....

Grundlagen der Arbeit des AK Asyl Ditzingen

Präambel

Im Arbeitskreis Asyl Ditzingen - im folgenden „AK“ genannt – können alle Menschen mitarbeiten, die das Ziel, die Grundsätze und die Organisationsform des AK akzeptieren.

1. Grundsätze und Zielsetzung

Der AK organisiert und koordiniert bürgerschaftliches Engagement für die in Ditzingen lebenden Flüchtlinge mit einer religiös und parteipolitisch neutralen Haltung, ohne Ansehen der Person, der kulturellen Herkunft, des Geschlechts, der ethnischen, religiösen oder sozialen Zugehörigkeiten der hilfesuchenden Personen und ihrer individuellen Fluchtursachen.
Der AK versteht sich als eine Gemeinschaft, die Flüchtlingen in allen Aspekten ihres neuen Lebens Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe anbietet mit dem Ziel, dass sie baldmöglichst selbstbestimmt und eigenverantwortlich an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens partizipieren können. Dazu tritt er bei den zuständigen Behörden als ihr Fürsprecher ein und bietet ihnen dort Hilfe und Unterstützung, wo staatliche Stellen diese nicht oder nicht ausreichend oder rechtzeitig abdecken.
Der AK achtet auf den Schutz der Privatsphäre aller Flüchtlinge auch im Hinblick auf traumatische Erlebnisse in ihrem Heimatland oder auf ihrer Flucht.
Der AK unterstützt auch rückkehrwillige Flüchtlinge und setzt sich für deren Unterstützung durch weitere Stellen ein.
Der AK setzt sich auch für die Förderung des Verständnisses für Flüchtlinge in der Öffentlichkeit ein.
Der AK bekennt sich zu den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Werten.

Unterstützt und gefördert durch

Logo Aktion Mensch das Projekt wird gefoerdert vonMinisterium für Soziales und Integration
des Landes Baden-Württemberg

 

Die Arbeit des AK Asyl Ditzingen wird durch „Bosch hilft/Primavera e.V.-Aktion für Flüchtlinge“ unterstützt und gefördert

 

 

Gemeinsam aktiv Bild1„Gemeinsam aktiv“: So lautete das Motto, das syrische Flüchtlinge des deutsch-arabischen Stammtisches mit dem Ditzinger Arbeitskreis Asyl für ihren Stand auf dem Ditzinger Weihnachtsmarkt am 8. und 9. Dezember gewählt haben. Das Motto stand nicht nur in Deutsch über dem Stand, sondern auch auf Arabisch. Die kurze Botschaft an alle Besucher sollte ausdrücken, dass die Flüchtlinge längst mehr sind als integriert: Sie bringen sich ein, sie geben etwas zurück. Für den Ditzinger Weihnachtsmarkt waren sie gemeinsam aktiv, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und ihr einen Teil ihrer Kultur zu zeigen. Mit traditionellen syrischen Spezialitäten verwöhnten sie zwei Tage lang die Besucher. Dabei bereiteten vier Familien jeweils ein Essen zu.Gemeinsam aktiv Bild2 Das Fleischgericht Shawarma, die Kichererbsen-Bällchen (Falafel), das Grieß-Sahne-Dessert Halawet Aljeben und Zehorat, ein Tee, kamen bei den Besuchern so gut an, dass die Speisen am Samstagabend gegen 21 Uhr ausverkauft waren. Bewusst haben die Flüchtlinge kleine Portionen zubereitet. Auf diese Weise konnten die Besucher von allem etwas probieren, ohne sich satt zu essen. Dass Essen die Menschen zusammenbringt, wurde schnell deutlich: Zeitweise standen am Samstag gut 50 Personen am Stand vor dem Bürgersaal. Familien, Freunde und Kollegen der Flüchtlinge kamen zusammen, plauderten, feierten. Es sei ein großes Familientreffen gewesen, erzählten die Flüchtlinge erfreut.
Monatelang machten sich die Mitglieder des AK-Asyl und des deutsch-arabischen Stammtisches Gedanken über das Motto für den Stand. Als es feststand, entwickelten und gestalteten die Flüchtlinge gemeinsam ein passendes Logo. Schon im Frühjahr sei klar gewesen, dass die FlüchtlingGemeinsam aktiv Bild3e sich mit einem Stand am Ditzinger Weihnachtsmarkt beteiligen wollen, berichtete Rafaat Hakki. Er gründete den Stammtisch für arabische Flüchtlinge, bei dem regelmäßig Geflüchtete und Ditzinger Bürger im Treffpunkt Adler am Laien zusammenkommen.
Gemeinsam aktiv wollten die Flüchtlinge mit ihrem Stand auch für kranke Kinder sein. Deshalb gehen die Erlöse aus den Essensverkäufen an krebskranke Mädchen und Jungen im Stuttgarter Olgäle. Für Yaman Albakri ist das ein „wichtiger Aspekt des gemeinsamen Projekts“, wie er sagte. Die Flüchtlinge seien sehr dankbar für alles, was sie hier erfahren und bekommen haben. Die Spende für das Olgäle betrachteten sie als ein Dankeschön. Die Flüchtlinge waren froh darüber, dass sie helfen können. Im persönlichen Gespräch mit den Besuchern äußerte Yaman Albakri dann noch eine weitere ihm wichtige Botschaft: Er und die anderen Syrer seien nach Deutschland gekommen, um hier in Frieden zu leben und ein neues Leben aufzubauen. Noch während des Weihnachtsmarkts war den Flüchtlingen klar: „Nächstes Jahr haben wir wieder einen Stand.“

 

 

SPD ehrt Asyl- und Integrationskreise

Der Staat kann Geflüchteten Sicherheit und ein Dach über dem Kopf geben. Die Integration kann aber nur gelingen, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger engagieren und

Bild1 SPD

Geflüchtete in das Leben vor Ort einbinden. Mit diesen Worten lobte OB Makurath die Ditzinger Asyl- und Integrationskreise in seiner Laudatio.
Diese Einbindung wird von den Ehrenamtlichen seit Jahren in unermüdlichem Einsatz geleistet. Dieses für die Gesellschaft wichtige Engagement wurde nun von der SPD Ditzingen mit dem diesjährigen Kulturpreis ausgezeichnet. Der mit 500€ dotierte Preis geht damit an die vier Asyl- und Integrationskreise in Ditzingen und den Teilorten.

Das Programm der Festveranstaltung wurde dabei von Geflüchteten mitgestaltet. Zwei von ihnen berichteten in ihrer Laudatio von ihren Bild2 SPDErfahrungen und welche Hilfe sie durch die Asyl- und Integrationskreise erhalten haben. Ein dritter begleitete die Veranstaltung musikalisch am Flügel. Die syrische Familie, die den neuen NB-Markt in der Bauernstraße betreibt, verwöhnte die Gäste mit Köstlichkeiten aus ihrer Heimat.

Wir danken allen Beteiligten, insbesondere den Ehrenamtlichen von den Asyl- und Integrationskreisen, von Herzen und hoffen, dass sie ihre Arbeit auch in Zukunft mit dem gleichen Engagement fortsetzen.

- Alexander Ropertz, Pressereferent der SPD Ditzingen

 

 

 

 

„Ankommen und dann“ – wieder eine beeindruckende Zeit von und mit mutigen Menschen

IMG 2548 web 1Am 19.10. war zum zweiten Mal das DialogTheater e.V. Stuttgart im Gemeindesaal in Ditzingen zu Gast. Nachdem bei der ersten Aufführung im März der Schwerpunkt Flüchten & Ankommen im Mittelpunkt stand, widmeten sich Geflüchtete aus unserer Region nun der Frage: „Und dann….?“ Wieder standen Menschen aus unterschiedlichen Krisenregionen der Welt auf der Bühne und gewährten einen Einblick in ihr Leben. Was kommt nach der Flucht? Der Alltag ist geprägt von Wohnungssuche, Sprachkurs, Jobsuche und dem Versuch, Kontakte zu knüpfen und ein Teil der Gemeinschaft zu werden. Nicht immer gelingt das, wie die Geschichte eines jungen Mannes, der es nicht geschafft hat und aus dem Leben geschieden ist, verdeutlicht.
Nach der Aufführung nutzten viele der 120 Besucher die Gelegenheit, mit dem Regisseur, den Schauspielern und mit den Geflüchteten ins Gespräch zu kommen.
Es war bewegend und allen wurde erneut bewusst, wie wichtig Frieden und Freiheit für unser Zusammenleben sind. Unsere Grundrechte leben und Menschlichkeit praktizieren – das ist unser aller Aufgabe.

Die Mitglieder des Ditzinger Arbeitskreises Asyl bedanken sich sehr herzlich bei der Theatergruppe um Herrn Müller, dem Regisseur des DialogTheater e.V., für die Grußworte von Herrn Oberbürgermeister Makurath und Herrn Pfarrer Plieninger, der evangelischen Gemeinde, die den Gemeindesaal für die Aufführung zur Verfügung gestellt hat und bei allen Helferinnen und Helfern. Wir hoffen, dass die vielen Gäste etwas für sich in den Alltag mitnehmen können.

Ingrid Hermens, Arbeitskreis Asyl Ditzingen