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Herzlich willkommen beim Arbeitskreis Asyl Ditzingen ....

Grundlagen der Arbeit des AK Asyl Ditzingen

Präambel

Im Arbeitskreis Asyl Ditzingen - im folgenden „AK“ genannt – können alle Menschen mitarbeiten, die das Ziel, die Grundsätze und die Organisationsform des AK akzeptieren.

1. Grundsätze und Zielsetzung

Der AK organisiert und koordiniert bürgerschaftliches Engagement für die in Ditzingen lebenden Flüchtlinge mit einer religiös und parteipolitisch neutralen Haltung, ohne Ansehen der Person, der kulturellen Herkunft, des Geschlechts, der ethnischen, religiösen oder sozialen Zugehörigkeiten der hilfesuchenden Personen und ihrer individuellen Fluchtursachen.
Der AK versteht sich als eine Gemeinschaft, die Flüchtlingen in allen Aspekten ihres neuen Lebens Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe anbietet mit dem Ziel, dass sie baldmöglichst selbstbestimmt und eigenverantwortlich an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens partizipieren können. Dazu tritt er bei den zuständigen Behörden als ihr Fürsprecher ein und bietet ihnen dort Hilfe und Unterstützung, wo staatliche Stellen diese nicht oder nicht ausreichend oder rechtzeitig abdecken.
Der AK achtet auf den Schutz der Privatsphäre aller Flüchtlinge auch im Hinblick auf traumatische Erlebnisse in ihrem Heimatland oder auf ihrer Flucht.
Der AK unterstützt auch rückkehrwillige Flüchtlinge und setzt sich für deren Unterstützung durch weitere Stellen ein.
Der AK setzt sich auch für die Förderung des Verständnisses für Flüchtlinge in der Öffentlichkeit ein.
Der AK bekennt sich zu den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Werten.

Unterstützt und gefördert durch

Logo Aktion Mensch das Projekt wird gefoerdert vonMinisterium für Soziales und Integration
des Landes Baden-Württemberg

 

Die Arbeit des AK Asyl Ditzingen wird durch „Bosch hilft/Primavera e.V.-Aktion für Flüchtlinge“ unterstützt und gefördert

 

 

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Welcome Café im Mai mit vielen herzlichen Begegnungen und nützlichen Gesprächen

Am ersten Freitagnachmittag im Mai hatte der Arbeitskreis Asyl Ditzingen zu seinem Welcome Café im Treffpunkt Adler geladen. Gekommen waren wieder viele Flüchtlingsfamilien zum Austausch bei Kaffee und Kuchen, Saft und Laugenbrezeln. Hier konnten Alltagssorgen und Trauer um die verlorene Heimat für ein paar Stunden ein wenig in den Hintergrund rücken. Kinder konnten sich an einem Spieltisch vergnügen. Dabei war auch eine neu in Ditzingen angekommene Flüchtlingsfamilie, die von unseren ehrenamtlichen Helfern herzlich begrüßt und erste wichtige Informationen und Unterstützungsangebote zum Alltagsleben erhielten.

Inzwischen bringen sich immer mehr der geflüchteten Neubürger selbst aktiv in die Flüchtlingshilfe ein. So beschenkte eine Frau aus dem Irak das Welcome Café mit selbstgebackenem leckerem Kuchen und köstlichem Gebäck (siehe Foto).

Ein junger Syrer, der bereits sehr gute Deutschkenntnisse erworben hat und hier in Kürze sein Studium der Betriebswirtschaft fortsetzen möchte, verabredete sich im Welcome Café mit einem Lehrer der Theodor-Heuglin-Schule, um über ein Unterstützungsprojekt von Schülern mit Migrationshintergrund zu beraten. Hintergrund ist ein immer prekärer werdender Lehrermangel in den eigens für Flüchtlingskinder eingerichteten Vorbereitungsklassen, die sie auf den Wechsel in den Regelunterricht vorbereiten soll. Aber fehlende Lehrer und dadurch immer größer werdende Klassen erzwingen diese Wechsel oft viel zu früh und können bei den betroffenen Flüchtlingskindern aufgrund noch unzureichender Sprachkenntnisse zu Überforderung und Frustration führen.

Ein herzlicher Dank gilt erneut der Bäckerei Diefenbach, die uns wieder großzügig Brezeln gespendet hat.

In unserer so reichen deutschen Gesellschaft aber führt ein nachlassendes Mitgefühl zu schwindender Hilfsbereitschaft. Wir scheinen vergessen zu haben, dass Menschen in der gesamten Menschheitsgeschichte gewandert sind, um anderswo einer Not zu entkommen und ihr Überleben zu sichern. Schon die Bibel erzählt sehr viele Flucht- und Asylgeschichten, die nicht nur Christen berühren dürften. Speziell uns Europäern müsste dieses Elend nahegehen. Denn unsere koloniale und imperialistische Vergangenheit mit rassistischen Verfolgungen, Holocaust oder zwei von Deutschland ausgegangenen Weltkriegen haben Millionen von Mitbürgern in ferne Länder vetrieben. Außerdem werden wohl viele von uns ihr Leben dem Umstand verdanken, dass ihre Vorfahren irgendwann in einer neuen Heimat Aufnahme gefunden haben. - wogae

14-tägige Sprechstunde zum Thema Arbeit & Beschäftigung

Hilfe bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsstellen

Arbeit und BeschaeftigungAm Dienstag, 14.3.2017 hat sich die Arbeitsgruppe Arbeit & Beschäftigung des AK Asyl Ditzingen zu Ihrer regelmäßigen Teambesprechung unter Leitung von Dr. Reiner Schütz getroffen. Er führt diese Gruppe schon seit nahezu 2 Jahren mit großer Expertise durch die vielen Untiefen des deutschen Arbeitsrechts für Migranten und begleitet zusammen mit seinem Team mit viel Geduld und Ausdauer Geflüchtete auf dem Weg in eine Ausbildung oder reguläre Beschäftigung.
Die Arbeitsgruppe unterstützt auch insbesondere kleinere Firmen bei der Anstellung von Geflüchteten und hilft ihnen durch das Dickicht von zu erledigenden Formalitäten hindurch.
Wenn Geflüchtete noch keine Arbeitserlaubnis oder nur geringe Sprachkenntnisse besitzen, so können sie in Arbeitsgelegenheiten vermittelt werden. Gegen ein Taschengeld können sie dort erste Arbeitserfahrungen in unterschiedlichsten Tätigkeiten sammeln und im Kontakt mit deutschsprachigen Kollegen ihre Sprachkenntnisse für den Alltagsgebrauch erweitern.
Spätestens wenn eine Arbeitserlaubnis vorliegt heißt es, einen Lebenslauf zu verfassen, der neben den persönlichen Daten alle wichtigen Informationen zur beruflichen Qualifikation enthalten sollte. Das Bewerbungsschreiben sollte die persönliche Motivation zu einer Bewerbung und besondere fachliche und soziale Fähigkeiten so präsentieren, dass sie das Interesse des potentiellen Arbeitgebers wecken.
Dabei hilft das Team den Geflüchteten mit Rat und Tat und achtet mit darauf, dass in den Dokumenten keine wichtigen Daten fehlen. Genauso wichtig ist, dass die Schreiben frei von Rechtschreibfehlern und auf einem sauberen und knitterfreien Blatt Papier abgefasst sind.
Am vergangenen Dienstag meldete sich beispielsweise ein Geflüchteter, der in seinem Heimatland bereits auf dem Bau gearbeitet hat und nun eine Stelle in diesem Bereich sucht. Hier bekam er den Rat, sich zuerst im Jobcenter als Arbeitsuchender registrieren zu lassen und einen Beratungs- und Vermittlungstermin zu vereinbaren. Für die Begleitung zum Amt stellt sich eine Begleitperson aus dem Team zur Verfügung.
Ein anderer Neumitbürger berichte, dass er in seinem Heimatland ein BWL-Studium absolviert hatte und danach dort im Bankenwesen tätig war. Nun möchte er seine Ausbildung mit einem Masterstudiengang abschließen. Zurzeit verdiene er seinen Lebensunterhalt mit einer Vollzeitstelle in einem Logistikzentrum. Hier bekam er wertvolle Tipps für die Suche einer geeigneten Praktikumsstelle, um die für ihn passende Fachrichtung seines Aufbaustudiums herauszufinden und sich bestmöglich darauf vorzubereiten.
In manchen Fällen musste die Arbeitsgruppe allerdings auch helfen, die Wünsche und Hoffnungen der Geflüchteten mit ihren reellen Chancen und Möglichkeiten in Einklang zu bringen. So können beispielsweise noch unzureichende Sprachkenntnisse auch manchmal Umwege und Durststrecken notwendig machen.
Die letzten Treffen der Arbeitsgruppe haben gezeigt, dass unter den Geflüchteten sowohl der Wunsch nach Arbeit als auch der Unterstützungsbedarf auf dem Weg dorthin enorm ist. Deshalb hat sich die Arbeitsgruppe entschieden, ab sofort jeden 2. und 4. Dienstag im Monat im Büro des AK Asyl Ditzingen in der Gerlingerstraße 35 jeweils ab 19 Uhr Sprechstunden für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung und Beschäftigung abzuhalten. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Unterstützung ist es erwünscht, dass sich die Geflüchteten frühzeitig unter folgender E-Mailadresse zur Beratung anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. - wogae

Wöchentliche Sprechstunde für Geflüchteten mit Fragen zum Alltag

Sprechstunde Gerlingerstraße1Seit Februar diesen Jahres hat der AK Asyl Ditzingen in seinem Büro in der Gerlingerstraße 35 montags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr eine Sprechstunde für Geflüchtete eingerichtet.
Sowohl der gewählte Ort als auch der Zeitpunkt haben sich als äußerst vorteilhaft herausgestellt, denn unmittelbar davor ist dort die wöchentliche Sprechzeit der Sozialarbeiterin des Landratsamtes zu Ende, die für die Betreuung der Geflüchteten in den Ditzinger Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises zuständig ist. Zur gleichen Zeit hat auch die Kleiderkammer geöffnet.
Entsprechend groß war die bisherige Inanspruchnahme durch Geflüchtete, denen der AK Asyl Ditzingen für alle ihre Fragen und Anliegen stets mit einem kompetenten Beratungsteam zur Verfügung steht.
Die angesprochenen Themen sind so vielfältig wie das Leben der Geflüchteten in der neuen Umgebung und ihre kleinen und größeren Nöte beim Ankommen in unserer Gesellschaft. Sie reichen von der Suche nach einem Kindergartenplatz, der Hilfe bei Behördengängen oder bei der Antragstellung auf benötigte Leistungen durch die verschiedenen Ämter, der Vermittlung von Sprachkursen, der Begleitung bei Arztterminen, vom Beistand beim Übergang der Zuständigkeit vom Landratsamt zum Jobcenter bis hin zur Beratung und Unterstützung auf dem oft schwierigen Weg zu einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.
Das Beratungsteam des AK Asyl Ditzingen wird tatkräftig unterstützt durch Geflüchtete, die dem Beratungsteam mit wertvollen Dolmetscherdiensten zur Seite stehen, wenn die Sprachkenntnisse der Hilfesuchenden für eine Verständigung noch nicht ausreichen. Manche behördlichen Angelegenheiten können auch sofort zusammen mit Sozialarbeiterin des Landratsamtes besprochen und einer Lösung zugeführt werden. - wogae