
Arbeitskreis Asyl Ditzingen e.V.

Das erste Treffen der Gesprächsgruppe im Johanneshaus war gut besucht. Im Mittelpunkt der künftig regelmäßigen Treffen stand die praktische Anwendung der deutschen Sprache. Den Auftakt machte der Kurzfilm „Hase und Igel“, der im Berliner Goethe Institut entstand. Der Film zeigt auf unterhaltsame Weise die
Probleme von dreizehn Teilnehmern aus aller Welt beim Erlernen der deutschen Sprache. Anschließend kamen wir bei Vergleichen mit arabischen Fabeln bis hin zum Rätsel über die richtige Reihenfolge beim Transport von Wolf, Lamm und Salatkopf über den Fluss schnell zu einem wichtigen Thema, dass die Geflüchteten besonders umtreibt. Denn zum Ankommen in Deutschland gehöre eine Beschäftigung, auch wenn die Sprachkenntnisse noch lückenhaft seien. Arbeit sei schließlich die beste Motivation zum Erlernen der schweren Sprache.
Im Laufe einer lebhaften Diskussion entwickelten die ehrenamtlich engagierten Geflüchteten selbst interessante und hilfreiche Ideen. Dazu gehörte der Vorschlag, dass diejenigen mit bereits fortgeschrittenen Sprachkenntnissen den anderen sowohl bei der Alphabetisierung als auch bei der Begleitung der Sprachkurse zur Seite stehen könnten.
Zudem hoffen viele Geflüchtete auf einen Ausbildungsplatz oder brauchen bis zum Beginn einer bereits in Aussicht stehenden Ausbildung noch Unterstützung u.a. in Mathe oder weiteren naturwissenschaftlichen Fächern.
Die Geflüchteten setzen ihre Hoffnung auf Unternehmen, die ihnen Möglichkeiten zu einer sinnvollen Betätigung bieten. Dabei geht es ihnen nicht nur vorrangig um Geldverdienen, sondern Erlerntes aus den Integrationskursen anzuwenden und um Sicherheit im Sprachumgang zu bekommen. Ein weiterer Aspekt sei das Kennenlernen des Arbeitslebens in Deutschland.
Deshalb würde sich der AK Asyl Ditzingen sehr freuen, wenn sich interessierte Unternehmen unter
Pfiffig, diese Schülerinnen und Schüler der 7c des Ditzinger Gymnasiums in der Glemsaue. Sie wollten Geld sammeln für Flüchtlinge. Wo trifft man in der Adventszeit möglichst viele Menschen auf einmal an? Bei einem Weihnachtskonzert in der Konstanzer Kirche, dachten sich die fünfzehn Jungs und Mädels der 7c. Was würden die Konzertbesucher gerne kaufen? Die Antwort konnte nur lauten: Weihnachtsgebäck. Rasch waren die Klassenlehrerin Katharina Adelhelm und deren Stellvertreterin Janina Ginter überzeugt vom Konzept. Mussten nur noch die Mütter zustimmen, dass ihre Kinder die elterlichen Küchen zu Backstuben machten. Nach deren Okay konnten schließlich 70 Tüten mit köstlichen Weihnachtsgutsle gefüllt werden.
In kürzester Zeit waren Luna, Lena und Hamza, Finja, Konrad und Lisa, Hung, Lea und Paul, Noemie, Fabian und Leonie, Senija, Lea und Amelie ausverkauft.
Jetzt haben die backbegeisterten Schüler eine Abordnung, begleitet von Janina Ginter, ins Welcome Café im Adler in Ditzingen gesandt und der Leiterin des AK Asyl Ditzingen, Ingrid Hermens stolz 170 Euro und acht Cent überreicht für die Flüchtlingsarbeit in der Stadt an der Glems.
Der AK mit seinen Ehrenamtlichen zieht den Hut vor solch sozial eingestellten Schülerinnen und Schülern und bedankt sich sehr herzlich für das Engagement. Klar, dass Ingrid Hermens mit solch tollen Jugendlichen in Verbindung bleiben wird.
Rund 40 Kinder aus aller Welt haben ihm andächtig gelauscht
Im Welcome Café des Arbeitskreises Asyl ist ein eingespieltes Team am Werk: Bei Doris Hess und ihren Mitstreiterinnen sitzt jeder Griff. Das erwies sich insbesondere am vergangenen Freitag als wirklich segensreich, denn rund 40 Kinder aus aller Welt wollten dem Nikolaus „Guten Tag“ sagen. Dieser, reichlich bepackt, ließ nicht lange auf sich warten und kam in den Adler beim Laien. Gespannt haben nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern und zahlreiche Ehrenamtliche gelauscht, was der Mann aus dem fernen Myra zu berichten wusste. Und so erzählte der heilige Mann, der im vierten Jahrhundert gelebt und gewirkt hat und nun von einem Ditzinger des 21. Jahrhunderts so einprägsam dargestellt worden ist, kindgerecht seine Geschichte. Karlheinz Gabor, Bürger der Stadt an der Glems und gesegnet mit einer eindrucksvollen Stimme, erschien nicht in Rot, sondern im prächtigen weißen Bischofs-Gewand. Eine syrische Mutter hat für viele der Kinder die Geschichte über den Nikolaus auf Arabisch vorgetragen, eine Ehrenamtliche präsentierte die englische Variante. Dass der Nikolaus für brave Kinder Päckchen mitgebracht hatte, das haben auch die Allerkleinsten schnell verstanden.
Die adventlich-besinnliche Atmosphäre im Dezember-Welcome-Café haben alle genossen: Kinder und Erwachsene, Ehrenamtliche und Gäste, Ditzinger und Neu-Ditzinger.
Der AK Asyl und das Team des Welcome Cafés wünschen eine schöne Adventszeit und freuen sich darauf, im Januar wieder in den Adler einladen zu dürfen.